Trio di Gioia vereint drei junge Frauen, die ihre Leidenschaft zur Musik zum Klingen bringen. Ihr Ziel ist es, dem Publikum Musik in all ihren Facetten zu präsentieren. Aus diesem Grund arbeiten sie regelmässig mit externen Künstlern aus verschiedensten Sparten der Kultur zusammen. Die Konzerte bieten eine Möglichkeit, Musik auf eine persönliche und vielseitige Art neu zu entdecken.

Aktuelle Projekte

Pastorella

Die Königin der Instrumente im intimen, (be)sinnlichen Rahmen

Die Orgel ist eines der Markenzeichen für Kirchen, Kathedralen, Dome und andere religiöse Bauten. Aufgrund dieser Platzierung und dem damit verbundenen Hintergrund, heftet dem mächtigen Instrument im allgemeinen Bewusstsein eine sakrale Komponente an. Dies schliesst allerdings keineswegs aus, dass sich zahlreiche Komponisten der Orgel angenommen haben und sie in ihr Gesamtwerk integrierten – oft ganz ohne Bezug zur Religion.

Das Trio di Gioia stellt die Orgelkammermusik und natürlich auch die Königin der Instrumente ins Zentrum seines Winterprogramms PASTORELLA. Hierbei sorgt die Orgel nicht primär für mächtige Klänge, sondern interagiert auf agile Weise mit der Flöte und der Violine. So schafft das Trio mit dem grössten Instrument der Welt auch ganz intime Atmosphären.

Die Konzerte sollen bereits vor der oftmals stressigen Adventszeit eine Entschleunigung darstellen. Der Titel PASTORELLA verweist denn auch auf die sanften, pastoralen Hirtenlieder, die in der Vorweihnachtszeit allgegenwärtig sind. Die Musik wird von den Orgelemporen auf das Publikum herabklingen, welches in den vor allem durch grosszügig verteiltes Kerzenlicht ausgeleuchteten Kirchenräumen sitzen wird.

Auch das musikalische Programm bedient sich der Idee der Ruhe und vorweihnachtlicher Gelassenheit. Das Kernstück bildet – passend zum Motto des Konzerts – die Pastorale in F (BWV 590) von Johann Sebastian Bach. Daneben stehen bekannte barocke Orgelkomponisten, beispielsweise Tomaso Albinoni, auf dem Programm. Aber auch die eher ungewohnten Namen fehlen nicht: Mit Joseph Bodin de Boismortier, Josef Gabriel Rheinberger oder Christopher Tambling deckt das Trio die Gioia die ganze musikalische Bandbreite bis zur letzten Jahrtausendwende ab und bringt verschiedenste Facetten der Orgelkammermusik zum Ausdruck.

Konzerte in Planung für Dezember 2020.

GRENZENLOS

Eine musikalische Annäherung an die zahlreichen Arten der Migration

Längst ist nicht jeder Mensch frei, wie wir es uns aus der wohlbehüteten westlichen Welt gewohnt sind. Die politische Lage zwingt weiterhin zahlreiche Menschen zur Flucht aus der Heimat. Jedoch ist dies nicht der einzige Grund für Migration.

Im Projekt GRENZENLOS nähert sich das Trio di Gioia den verschiedenen Arten von Migration anhand von betroffenen Komponisten und Werken an. In diesem Zusammenhang gab das Trio erstmals zwei Kompositionen in Auftrag. Diese behandeln natürlich auch das Thema Migration und werden in diesem Rahmen zur Uraufführung kommen. Doch auch die bereits bestehenden Musikstücke lassen sich mit dem Kernthema verbinden, teils aufgrund des Inhalts, teils aufgrund der Herkunft der Komponisten.
So migriert der österreichische Komponist jüdischer Abstammung Hans Gál aus religiösen Gründen, der Bosnier Asmir Jakupović aufgrund von politischen Unruhen, der Schweizer Frank Martin aus freiem Willen. Lukas Stamm setzt sich lediglich musikalisch mit der Migration auseinander und Erich Wolfgang Korngold ist dem Ruf Hollywoods in die USA gefolgt und aus beruflichen Gründen migriert.

Zwischen den einzelnen musikalischen Beiträgen werden Texte präsentiert, welche drei der Komponisten genauer charakterisieren. Diese werden live vorgetragen.

Neben dem Programmschwerpunkt »Migration« überschreitet das Trio di Gioia selbst auch geographische Grenzen und gibt neben den geplanten Auftritten in der Schweiz auch Konzerte in Wien.

Die geplanten Konzerte im Mai 2020 werden voraussichtlich auf Mai 2021 verschoben.

Konzerte

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Media

Soundcloud

Fotogalerie

„Berührend und mit viel Musikalität mitten ins Herz gespielt“

Thérèse Corthay

„Vom Ersten bis zum letzten Takt überzeugte das jugendliche Duett“

Rolf Bleisch, Untere Emmentaler

„Trio di Gioia hält was sein Name verspricht. Enthusiastische Spielfreude, kreative und vorwitzige Programmgestaltung, musikalische Frische und starker Ausdruck zeichnet die drei temperamentvollen Damen aus.

Andrew Dunscombe

Biografien

Alexandra Bissig

Alexandra Bissig (1995) stammt aus dem Kanton Uri und erhielt im Alter von sieben Jahren ihren ersten Violinunterricht. Zu ihren Lehrern zählen unter anderem Sebastian Hamann und Ina Dimitrova. Im Herbst 2015 begann sie ihr Bachelorstudium an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) bei Ulrich Gröner und Alexander Sitkovetsky und schloss dieses an der Hochschule Luzern bei Isabelle van Keulen ab. Seit September 2019 studiert sie im Master Musikpädagogik, ebenfalls bei Isabelle van Keulen an der Hochschule Luzern. Dank Meisterkursen bei Ulrich Gröner und Reiko Barbara Oberhummer konnte sie ihr Können weiter vertiefen.

Neben dem Studium pflegt Alexandra Bissig eine rege kammermusikalische Tätigkeit und spielt in zahlreichen Orchestern. So war sie beispielsweise während drei Jahren Stimmführerin und während zwei Jahren Konzertmeisterin des Zentralschweizer Jugendsinfonieorchesters (ZJSO). Zurzeit konzertiert sie u.a. mit den Jungen Zürcher Harmonikern, der Camerata Luzern, dem Collegium Musicum Uri, der Camerata Uri, dem Kammerensemble Uri und dem Orchester des Filmmusik-Spektakels TriEvent. Tourneen mit Orchestern führten sie bereits durch die Schweiz, nach China, Italien und Portugal.

Ausserdem ist sie Leiterin des Streicherensembles »Vivace« an der Musikschule Sarnen und wird ab August 2020 als Violinlehrerin an der Musikschule Emmen tätig sein.

Evamaria Felder

Evamaria Felder (1994) aus Schüpfheim (LU) spielt seit ihrem achten Lebensjahr Flöte. Sie studierte zunächst an der Hochschule Luzern bei Charles Aeschlimann und Anne-Laure Pantillon, wo sie im Sommer 2018 ihren Bachelorabschluss erhielt. Zurzeit befindet sie sich im Studium Konzertfach Flöte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (MdW), erst bei Hansgeorg Schmeiser und seit 2019 bei Walter Auer. Weitere Impulse erhielt sie an Meisterkursen bei Karl-Heinz Schütz, Verena Bosshardt, Sarah Rumer und Francesca Calani.

Die Flötistin war Finalistin des Valiant Wettbewerbs in Murten und gewann einen ersten Preis beim Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb. Während fünf Jahren war sie Soloflötistin und Präsidentin des Zentralschweizer Jugendsinfonieorchesters (ZJSO). Seit 2015 ist sie Soloflötistin des Jugendsinfonieorchesters Aargau (JSAG). Ferner ist sie begeisterte Kammermusikerin. Neben dem »Trio di Gioia« ist sie Mitglied des Flötenquartetts »QuerArt« in Wien. In diesen Rahmen spielte sie Konzerte in der Schweiz, in Italien, Belgien, Deutschland, Österreich und Frankreich.

Neben ihrer Tätigkeit als Kammer- und Orchestermusikerin ist Evamaria Felder Mitbegründerin und aktives Mitglied einer Impro-Musiktheatergruppe (www.tatatheater.com). Regelmässige Konzerte für Kinder in diversen Formationen zählen zu ihren grossen Leidenschaften.

Mirjam Katharina Wagner

Mirjam Wagner (1995), geboren in Lörrach (D), erhielt mit acht Jahren erstmals Klavierunterricht. Bereits im Alter von 16 Jahren absolvierte sie die Klasse für Studienvorbereitung an der Musikakademie Basel. Schliesslich begann sie 2014 ihr Bachelorstudium in der Klasse von Florian Hoelscher an der Hochschule Luzern. Seit 2018 befindet sie sich im Masterstudium Kirchenmusik mit dem Hauptfach Orgel bei Suzanne Z’Graggen, ebenfalls an der Hochschule Luzern. In Meisterkursen bei Guy Bovet und Massimiliano Raschietti konnte sie diesbezüglich wertvolle Erfahrungen sammeln.

Als Pianistin erreichte sie 2012 im Bundeswettbewerb »Jugend musiziert«, einen ersten Preis mit Höchstpunktzahl. Daraufhin gastierte sie an zahlreichen Musikfestivals, darunter das »Festival de la musique« in Colmar, die »Solitude-Konzerte« des Schloss Solitude in Stuttgart, die Kammerkonzerte Efringen-Kirchen, sowie die Mendelssohntage Aarau. 2017 war sie bei mehreren Radio- und Fernsehgottesdiensten, ausgestrahlt auf SRF 2, an der Orgel zu hören. Ebenfalls 2017 bekam sie die Möglichkeit, eine Formation von Schweizer Chören in der Carnegie Hall in New York zu begleiten. Weitere Konzertreisen führten sie nach Palästina, Italien, Ungarn und Spanien. 2019 wurde ihr der Alois Koch Preis zugesprochen.

Mirjam Wagner ist als Klavierlehrerin an der Musikschule Einsiedeln, sowie als Liedbegleiterin und Korrepetitorin von Chören tätig. 

Kontakt

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Saison 2020: Dätwyler Stiftung, FUKA Fonds Luzern, Geert und Lore Blanken-Schlemper-Stiftung, Kanton Uri, Stiftung Monika Widmer

Fotos Elina Akselrud www.elinaakselrud.com

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